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Reparaturanleitung
für den Motorroller "Tatran S125/03"
Ausbau des Motors
Ausbau des Motors aus den Rahmen
Ausbau der Kupplung und des primären Kettenantriebes
Ausbau des Zylinderkopf, Zylinder,
Kolbenringe und Kolben
Ausbau des Dynamostarters
Abziehen des sekundären Kettenantriebes
Zerlegen des Motors
Ausbau des Getriebekastens
Ausbau der Schaltkulisse
Abnahme des linken Deckels
Auspressen der Kurbelwelle
Ausbau der Lager und Dichtungsringe aus dem
Motorgehäuse
Zusammenbau des Motors
Einbau der Kurbelwelle
Zentrierung der Kurbelwelle
Arbeitsvorgang
Einbauen der Kurbelwelle in das Gehäuse
Einbau der Schaltkulisse
Einbau des Getriebekastens
Zusammenbau des Motorgehäuses
Einbau des primären Kettenrades
Einbau der Kupplung
Einbau des linken Deckels
Einbau der Dynastarteranlage
Einbau des sekundären Kettenrades
Kontrolle der Ebenheit des Pleuelstangeauges
Kontrolle des Kolbens und der Ringe
Einbau des Kolbens
Einbau des Zylinders
Einstellung der Vorzündung
Einstellung des Vergasers
Auspufftopf
Elektrische Installation
Batterien
Einstellung des Regulators
Kontrolle des Regulators im Fahrzeug
Schutzschaltung der elektrischen
Umkreise (Sicherungen)
Schaltung
Ausbau des Rahmens
Der vordere teleskopische Dämpfer
Der hintere teleskopische Dämpfer
Verzeichnis der Service-Werkzeuge
Übersicht
AUSBAU DES MOTORS
Ausbau des Motors aus den Rahmen
- Die fünf Schrauben der rückwärtigen Verkleidung
ausschrauben sowie des Stecker auf der rechten
Seite lösen und die Verkleidung abheben.
- Den Ansaugschalldämpfer vom Vergaser abnehmen.
Abschrauben der 2 Vergaserschrauben und den
Vergaser samt Bowdenzug beiseite legen:
Zylinderverkleidung abmontieren.
- 5 Schrauben des rechten Deckels abschrauben.
Tachometerantrieb abschrauben und die Ableitungen
des Dynamostarters abklemmen. Die Verkleidung
durch Schwenken abnehmen.
- Öffnen der Antriebskette und nach Loslösen vom
Kettenrand sofort wieder schließen und sichern,
damit sie nicht in den Kettenkasten hineinfällt.
- Krümmer des Auspuffrohres und Bowdenzug der
Kupplung abnehmen.
- Die 3 Befestigungsschrauben des Motors
ausschrauben und den Motor anheben (Abb. 03).
- Zugstange vom Gangschalthebel loslösen und den
Motor herausnehmen.
Beim Dekarbonisieren des Motors oder zum
Auswechseln der Kolbenringe braucht der Motor nicht
aus dem Rahmen gehoben werden.
Abb. 03 
zurück
Schnitt durch
den Motor

Abb. 04
zurück
Ausbau der Kupplung und des primären
Kettenantriebes
Nach dem Ausbau aus dem Rahmen muss der Motor an
der Oberfläche sorgfältig mit Petroleum, Triochlorethylen
oder einem anderen Reinigungsmittel sorgfältig
gesäubert werden und dann in das Montagegestell
eingespannt werden (Abb. 05).
- Die Befestigungsschrauben des linken
Motordeckels abschrauben und nach Anheben den
Deckel entfernen (Abb. 06).
- Mit dem Kupplungspresser N4 auf die
Führungshülse drücken, damit man die 4
Sicherungen des Kupplungsdeckels loslösen und die
Kupplung herausnehmen kann (Abb. 08).
- Mit dem Unterlagenausrichter N26 entfernen wir
die Unterlegscheibe unter der Kupplungsmutter.
Kupplungstrommel und Flansch mit der Lamelle N20a
fixieren (Abb. 07). Zwischen die Zähne des
primären Kettenrades die Fixiereinlage N21
einschieben und die Schraubenmutter lösen (die
Schraubenmutter der Kurbelwelle hat Linksgewinde).
Mit dem Kettenradabzieher N9 (Abb. 09) den
Kupplungsflansch abziehen und die Kupplungstrommel
samt Primärkette abnehmen (Vorsicht, damit sich
das Nadellager der Kupplungstrommel nicht
verschüttet und die Nadeln durch die Öffnung
nicht in das Getriebe gelangen).
- Mit dem Kettenradabzieher (Abb. 10) das primäre
Kettenrad von der Kurbelwelle abziehen. Nach dem
Ausbau des Primärantriebes von der Kurbel- und
Antriebswelle werden die Federn abgenommen. Nach
dem Ausbau der Feder von der Kurbelwelle wird die
Distanzhülse vorsichtig abgezogen, damit die
Guferodichtung nicht beschädigt wird. Von der
Haupttriebswelle wird die Unterlage unter dem
Nadellager der Kupplungstrommel abgenommen.
Abb. 05 
Abb. 06 
Abb. 07
Abb. 08
Abb. 09
Abb. 10
zurück
Ausbau von Zylinderkopf, Zylinder, Kolbenringe und Kolben
(Abb. 11, 12, 12a)
- Die vier Zylinderkopfscheiben abschrauben und
den Kopf abnehmen.
- Den Zylinder vorsichtig herausziehen. Sollte der
Zylinder am Motorgehäuse ankleben, dann mittles
zweier Schraubenzieher loslösen. Vorsicht, damit
die Zylinderrippen oder das Gehäuse von den
Schraubenziehern nicht beschädigt werden. Nach
dem Ausbau des Zylinders werden die Kolbenringe
mit der Hand oder einem Werkzeug entfernt (Abb.
12). Sollen die Kolbenringe wieder verwendet
werden, dürfen sie nicht vertauscht werden. Stets
so ablegen, wie sie von Kolben abmontiert wurden.
Die Ringe haben sich bereits angepasst und beim
Vertauschen würden sie nicht mehr einwandfrei
sitzen.
Nach Abnahme der Unterlegscheiben drückt man den
Kolbenzapfen mit dem Kolbenzapfenausstoßer heraus
(Abb12a) und nimmt den Kolben heraus.
Abb. 11 
Abb. 12 
Abb. 12a
zurück
Ausbau des Dynamostarter
- Die beiden Versenkschrauben, mit denen der
Nacken zum Flansch des Dynamostarters befestigt
ist, lösen und den Nacken abnehmen.
- Die Befestigungsschraube des Rotors mit einem
Steckschlüssel 14 abschrauben.
- Mit dem Rotorabzieher N6 (Abb. 13) den Rotor
des Dynamostarters abziehen.
- Die beiden Schrauben das Stators lösen und
durch Schwenken den Stator von der linken
Gehäusehälfte abziehen (Abb. 14).
Vor dem Abziehen das Ventilators vom Rotor ist
die Lage des Ventilators auf dem Rotorkörper durch
einen Ritz zu markieren. Rotor und Ventilator sind
als Ganzes ausgewuchtet und bei Nichteinhaltung der
richtigen Lage vibriert der Motor, was eventuelle
Beschädigungen der Hauptlager durch Umwucht zur
Folge haben kann.
Abb. 13 
Abb. 14 
zurück
Abziehen des sekundären Kettenantriebsrades
- Mit dem Unterlagenausrichter N26 die Scheibe
entsichern und mit dem Schlüssel 19 die Mutter
lösen.
- Das sekundäre Kettenantriebsrad mit dem
Rotorabzieher N9 abziehen (Abb. 16).
Beim Abziehen ist darauf zu achten, dass die
Schraube des Abziehers genau in die Mitte der
Wellennut zu liegen kommt, da bei unrichtigen
Ansetzen des Abziehers das Wellenende abbrechen
könnte und da es zum Antrieb des Tachometers dient,
wäre die Hauptwelle unbrauchbar.
Abb. 16 
zurück
Zerlegen des Motors
Vor dem Zerlegen des Motors muss die
rückwärtige Zentrierhülse mit dem
Hülsenausstoßer N19 (Abb. 18) ausgestoßen werden.
Die vordere Zentrierhülse bleibt an ihrem Platz.
Nach Abschrauben aller Motorschrauben mit dem
Getriebekastenöffner N3, den man zur linken
Gehäusehälfte anschraubt (Abb. 17), wird durch
gleichmäßiges Drehen der zwei in der Mitte des
Öffners gelegenen Schrauben der Motor zerlegt.
Abb. 17  Abb.
18
zurück
Ausbau des Getriebekastens
Nach Zerlegung des Motorgehäuses verbleibt in
der rechten Hälfte das gesamte Wechselgetriebe mit
der Kurbelwelle. Das Getriebe wird folgendermaßen
demontiert (Abb. 20, 21, 22):
- Die Schaltstange aus den Schaltgabeln
entfernen.
- Das Rad des I. Schaltganges und das Rad des
III. Schaltganges samt der Gabel herausnehmen.
- Zwei Schraubenzieher mit geraden Scheiben so
unterlegen, dass die Auflageflächen des
Motorgehäuses nicht beschädigt werden. Die
Hauptwelle samt den Zahnrädern und der Gabel
herausziehen. Gleichzeitig darauf achten, dass
die Begrenzungsunterlagen beider Wellen nicht
verloren gehen.
- Die Antriebswelle mittels eines Kupfer- oder
Aluminiumstabes herausstoßen.
Abb. 20  Abb.
21  Abb.
22
zurück
Ausbau der Schaltkulisse
- Die Befestigungsschraube der Hülse
abschrauben und Sicherung herausziehen.
- Durch leichtes Anschlagen die Hülse
herausstoßen und die Kulisse abnehmen (Abb.
23).
Schaltgreifer, Feder, Sperrklinkenzapfen und
Klinke bleiben mit Motorgehäuse und werden nicht
demontiert.
Vor dem Umwenden des Motors wird die Sperrfeder
unter der Sperrklinke ausgebaut, damit sie beim
Umwenden des Motors nicht herausfällt.
Abb. 23
zurück
Abnahme des linken Deckels
- Schraube M6 der Schaltgabel abschrauben und
den Schaltfinger aus dem linken Deckel
herausziehen (Abb. 24) samt Schaltgabel und
Feder.
Schraube auf der Außenseite des linken Deckels
ausschrauben. Ausrückhebel der Kupplung lösen und
herausziehen.
Abb. 24 
zurück
Auspressen der Kurbelwelle
Die Kurbelwelle wird aus dem
Gehäuse mittels einer Vorrichtung (Abb. 25) oder in
einer Presse herausgepresst, wobei das Gehäuse des
Motors mit Holz unterlegt sein muss. Die Kurbelwelle
darf aus dem Gehäuse nie mit einem Hammer
ausgestoßen werden, da sonst die Zentrierung leidet
oder der Kurbelwellenzapfen beschädigt würde.
Abb. 25
zurück
Ausbau der Lager und Dichtungsringe aus dem Motorgehäuse
- Die Dichtungsringe sind nur bei einer
Generalreparatur des Motors oder im Falle einer
Schadhaftigkeit der Ringe aus dem Gehäuse
auszubauen. Der Ring wird beim Ausbau fast immer
beschädigt.
- Beim Ausbau der Lager aus dem Gehäuse muss
das Gehäuse vorher auf einem Kocher vorgewärmt
werden. Sollten die Lager nach dem Warmwerden
nicht selbst herausfallen, werden sie mittels
des Werkzeuges N33 herausgestoßen.
Das Gehäuse muss deshalb erwärmt werden, denn
beim Ausbau im kalten Zustand würde der
Pressüberhang beschädigt und beim Montieren der
neuen Lager würden die zugehörigen Öffnungen im
Gehäuse zu weit sein, wodurch das Gehäuse
unbrauchbar wird.
zurück
ZUSAMMENBAU DES MOTORS
Nach dem Zerlegen des Motors werden
sämtliche Bestandteile mit Triochloräthylen,
Petroleum oder einer anderen entsprechenden
Flüssigkeit gereinigt und dann einzeln getrocknet.
Vor dem Zusammenbau sind die Teile sorgfältig zu
überprüfen, fehlerhafte auszuscheiden und durch
neue zu ersetzen. Es dürfen nur Original
Ersatzteile verwendet werden, die aufgrund des
betreffenden Kataloges bestellt wurden.
Einbau der Kurbelwelle
Nach Austausch etwaiger fehlerhafter Bestandteile
der Kurbelwelle (Schubstange, Kurbelzapfen, Kurbel)
wird der Zusammenbau folgendermaßen durchgeführt:
- Kurbelzapfen mittels einer Presse so in das
Schwungrad einpressen, dass seine Stirnseite in
einer Ebene mit der Außenseite des Schwungrades
liegt.
- Die vorher mit Autofett geschmierte Kurbel
samt Rollen in die Schubstange einsetzen und
diese auf den Zapfen aufsetzen.
Vor dem Einpressen der Kurbelwelle mit Hilfe
zweier Winkeleisen werden die beiden Schwungräder
einander gegenübergestellt, wodurch das Zentrieren
der Kurbelwelle wesentlich erleichtert wird.
zurück
Zentrierung der Kurbelwelle (Abb. 19)
Zulässige Exzentrizität des
Kurbelwellenzapfens beträgt +/- 0,01. Erlaubte
Abweichung der Kurbelzapfenexzentrizität vom
Schwungrad beträgt +/- 0,02. Das richtige Spiel
zwischen der Kurbelwelle und dem Motorgehäuse wird
dadurch erzielt, dass beim Einpressen der Kurbelwelle
das Maß 46 d11 eingehalten wird. Die Kurbelzapfen
sind in der durch die Achsenmitte des Pleuelzapfens
gehenden Ebene auszurichten (die Zeiger beider
Indikatoren müssen die Abweichung in gleicher
Richtung aufweisen ++ oder -- )
zurück
Arbeitsvorgang
Wenn die Zeiger des Indikators + - anzeigen:
a) den maximalen Stirnschlag des Kurbelzapfens
feststellen,
b) mit einem Kupferhammer auf den + Arm in der
bezeichneten Richtung schlagen (Pfeil A, Abb. 19).
Sollten die Zeigen (+) anzeigen, werden die
Schwungräder mittels eines Hebels in der
bezeichneten Richtung abgezogen. Bei (-) Anzeige auf
die Schwungräder seitlich in der mit dem Pfeil B
bezeichneten Richtung klopfen.
Liegt die Exzentrizität (+-) in der die
Achsenmitte des Pleuelzapfens und des Kurbelzapfens
schneidende Ebene, ist das Zentrieren des
Kurbelmechanismus ausgeschlossen. Da die Entfernung
der Mitte des Pleuelzapfens und des Kurbelzapfens in
den Kurbelarmen verschieden groß ist, muss die
Kurbelwelle ohne die vorgeschriebene Toleranz der
Exzentrizität einmontiert werden. Die maximale
Abweichung beträgt 0,02 mm. Sobald diese Toleranz
nicht erzielt werden kann, muss die Kurbelwelle
ausgetauscht werden.
zurück
Einbau der Kurbelwelle in das Gehäuse
Vor dem Einbau der Kurbelwelle wird
das Motorgehäuse auf etwa 70-80°C angewärmt und
dann die Kurbelwelle mit der Hand in das Lager (Abb.
26) hineingedrückt.
Abb. 26
zurück
Einbau der Schaltkulisse
- Die Sperrfeder unter die Sperrklinke schieben
(Abb 27).
- Die Schaltkulisse auf die Sperrklinke
aufsetzen und durch leichtes Drücken gelangt
die Kulisse in die Mitte der Hülsenöffnung.
- Hülse einschieben und den Zapfen sichern.
Die Hülse wird nun an das Gehäuse angeschraubt.
Abb. 27
zurück
Einbau des Getriebekastens
Vor dem Einbau werden die Gabeln folgendermaßen
kontrolliert:
Die Gabeln werden auf die Führungsstange
geschoben und solange kontrolliert, bis sie
rechtwinklig zueinander stehen. Zwischen den Gabeln
darf kein großer Zwischenraum sein, doch dürfen
sie auch nicht aneinander stoßen. Auf die
Hauptwelle wird die kleinere, auf die Abtriebswelle
die größere Gabel montiert. Nach dem Zusammenbau
des Getriebekastens wird die Getriebeschaltung
überprüft. In die Schnapper der Schaltkulisse wird
ein Schraubenzieher eingesteckt und durch Drehen der
Kulisse wird die richtige Schaltung der Gangstufen
überprüft. Vor dem Prüfen ist das Getriebe mit
Öl abzuschmieren. Nach dem Einbau der Schaltkulisse
wird der eigentliche Einbau des Getriebekastens
vorgenommen:
- Mit einem Holzhammer wird die Antriebswelle in
das Lager getrieben.
- Die komplette Antriebswelle samt Rädchen und
Schaltgabel am besten bei Einschaltung der II.
Gangstufe einschieben. Achtung auf die
Ausgleichsunterlage.
- Das Rad der III. Gangstufe mit der Gabel
einschieben. In die Gabel kommt die
Führungsstange (Abb. 28).
- Einschieben des Rades der I. Gangstufe (Abb.
29).
Nicht vergessen die Ausgleichsunterlage unter die
Hauptwelle und das Rad der I. Gangstufe zu
montieren.
Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass das
Rad der III. Gangstufe nicht verkehrt auf die
Hauptwelle anmontiert wird, sondern mit der Gabelnut
nach oben zu liegen kommt. Die übrigen Zahnräder
können nicht vertauscht werden (Abb. 30).
Abb. 28 
Abb. 29 
Abb. 30 
zurück
Zusammenbau des Motorgehäuses
Nach dem Einbau der Kurbelwelle und des
Getriebemechanismus werden die Sitzflächen des
Gehäuses mit Öl bestrichen und die Papierdichtung
eingelegt. Die linke Gehäusehälfte wird auf
70-80°C angewärmt und dann werden beide Hälften
unter einer Presse zusammengepresst oder mit einem
Holzhammer zusammengeklopft (Abb. 31).
Vor dem Einschrauben der Schrauben muss das
Gehäuse abkühlen, worauf die Zentrierhülse
eingeschlagen wird (Abb. 33).
Das Gehäuse wird dann fest zusammengeschraubt.
Abb. 31 
Abb. 33 
zurück
Einbau des primären Kettenrades
- Auf den Kurbelzapfen wird die Distanzhülse
aufgesetzt (Abb. 34) und mit der Feder gesichert
(vor der Montage die Distanzhülse gut
abwischen, damit sie nicht beschädigt wird).
- Primäres Kettenrad mit dem Werkzeug N33 auf
die Kurbelwelle aufsetzen (Abb. 35).
- In die Kupplungstrommel Nadeln einlegen (vor
dem Einlegen das Lager mit Vaseline
ausschmieren, damit die Nadeln während des
Einbaus nicht herausfallen).
- Die Unterlegscheibe wird mit dem abgedrehten
Teil nach unten auf die Hauptwelle unter das
Nadellager geschoben und in die Federmuttern
geschoben.
- Die Kette wird auf die Kupplungstrommel
aufgespannt und mit dieser auf die Hauptwelle
aufgezogen (Abb. 36).
- Vor der Montage des Kupplungsflansches werden
die Mitnehmerbolzen auf Seitenspiel überprüft.
Sobald die Bolzen Luft haben, müssen sie
durchgesichert werden. Auf den Kupplungsflansch
wird mit Vaseline eine Stahlplanmanschette
angeklebt und mit jenem auf die Hauptwelle
aufgesetzt.
- Die Zahnräder werden mit der Fixiereinlage
N21 gesichert und die Kupplungstrommel mit dem
Flansch wird mit der Fixierlamelle abgesichert.
Auf die Welle wird die Sicherheitsunterlage
aufgesetzt (mit Vorsicht, damit der ausgepresste
Teil in die Mitnehmernute eingreift). Auf
Kurbelwellenzapfen kommt die Unterlegscheibe und
beide Schraubenmuttern werden fest angezogen
(der Kurbelzapfen hat ein Linksgewinde). Nach
dem Festziehen werden die Muttern gesichert.
Abb. 34
Abb. 35
Abb. 36
zurück
Einbau der Kupplung
- Auf den Kupplungsflansch werden vier Federn
samt Hülsen aufgesteckt und auf diese wird die
Lamelle mit dem geschliffenen Teil aufwärts
(Abb. 38) aufgesetzt.
- Abwechselnd werden die Kupplungslamellen
angeordnet. Der Kupplungsdeckel wird zum Schluss
mit dem geschliffenen Teil eingelegt. Auf den
Deckel wird das Einlageblech und die
Führungsbuchse aufgesteckt.
Die Kupplung wird mittels Kupplungspresser N4
zusammengedrückt und die federn werden mittels vier
Sicherungen (Abb. 39) gesichert. Falls es
erforderlich ist das Spiel zwischen dem
Kupplungsausschaltfinger und dem Kopf zu
vergrößern, ist die Stahlunterlage von unten des
Führungsbüchsekopfes herauszunehmen.
Abb. 38 
Abb. 39 
zurück
Einbau des linken Deckels
- In den Deckel ist der Kupplungsausschaltfinger
einzuschieben und mit der Schraube zu sichern.
- In den Deckelvorderteil ist die Arretierfeder
und die Schaltgabel einzuschieben. Beim Einbau
der Arretierfeder ist die Sicherungsschraube der
Arretierfeder zu lösen und mittels Werkzeug N25
ist die Feder abzufedern. Jetzt aufpassen, damit
die Feder auf den Schaltgabelvorsprung den
gleichen Druck ausübe und damit so vollkommen
in deren Nut sitzt. Falls die Feder nicht sitzt,
ist sie mittels Werkzeug N25 anzuziehen.
- In die Bohrung ist der Schaltfinger
einzuschieben. Beim Einbau der Schaltwelle ist acht
auf die Dichtungsringe zu geben. Nach dem
Einschieben der Schaltwelle in den linken Deckel
ist zu dieser die Schaltgabel anzuschrauben.
zurück
Einbau der Dynastarteranlage
- In die Bohrung im rechten Kasten sind die
Statorausführungen einzuschieben. Der Stator
ist auf den Kasten aufzustecken und mittels
Schrauben zu befestigen.
- In den Nut auf der Kurbelwelle ist die Feder
einzulegen und der Rotor Dynastateranlage
aufzusetzen. Dieser ist mittels Schraube
anzuziehen bzw. mit dem Holzhammer nachzuklopfen
und von neuem nachzuziehen. Vor dem Einbau ist
der Kegel des Rotors gründlich zu besichtigen
und zu reinigen, weil beim gestörten oder nicht
reinem Kegel es zum Lösen des Rotors kommen
kann.
- Auf den Rotor ist der Nocken aufzustecken und
anzuschrauben (Abb. 41).
Beim Austausch der Nockenschrauben sind immer die
Schrauben der vorgeschriebenen Länge zu verwenden,
weil es zur Beschädigung (zum Durchdrücken) der
Lamellen des Kommutators kommen möchte.
Die Dynastarteranlage ist verlässlich und
erfordert nur die minimale Instandhaltung. Nach
jeden 10000 km empfehlen wir die Dynastarteranlage
auszubauen und vom Kohlenstaub zu reinigen (Abb.
42).
Die Höhe der Kohlenbürsten muss wenigstens 5 mm
über die Halter betragen. Falls die Höhe kleiner
ist, sind die Kohlenbürsten auszutauschen. Das
festgelegte Spiel der Kohlenbürsten in den Haltern
soll etwa 0,2 mm betragen. Falls der Kommutator der
Dynastarteranlage die Anzeichen der Abnützung
zeigt, ist er nachzustellen. Nach dem nachdrehen
sind die Nuten in die Tiefe 0,3 mm nachzuschaben, in
welchen sich die Glimmereinsätze befinden.
Technische Daten
Leistung 60 W, 12 V
Stator:
10 Pole
5 Spulen der Reihenwicklung
7 Windungen aus Kupferband 0,6x13 mm
2 linksdrehende Spulen
5 Spulen mit Parallelwicklung mit Anzahl der 156
Windungen, emaillierter Draht o 0,71 CuS
Rotor
Der Rotor besitzt 76 Nuten, in welchen sich
die Wicklung aus dem CuS-Leiter o 1,9 befindet. Die
Wicklung ist Wellenförmig mit dem Schritt 1-16, die
Spulen haben je 2 Windungen. Deren Enden sind zu 76
Lamellen des Kommutators angeschlossen.
Zwischen den Lamellen des Kommutators sind die
Glimmereinsätze bis zur Tiefe 0,3 mm eingeschabt.
Abb. 41 
Abb. 42
zurück
Einbau des sekundären Kettenrades
- In den Nut auf der getriebenen Welle ist die
Feder einzulegen und auf die Welle das sekundäre
Kettenrad (Abb. 43) aufzuschlagen.
- Auf die Welle ist die Sicherungsunterlage
aufzustecken und die Mutter gut nachzuziehen. Nach
dem Nachziehen der Mutter ist die Sicherung sicher
zu stellen.
Abb. 43 
zurück
Kontrolle der Ebenheit des Pleuelstangeauges
Ins Pleuelstangeauge ist der genaue
Kontrollehrdorn (Abb. 44,45) einzuschieben. Auf die
Fläche des Kastens für den Zylinder ist die zu
diesem Zwecke angepasste Stahlunterlage aufzustecken.
Die entstandene Spalte ist zu messen und die
rthogonalität der Pleuelstange auf die
Zylinderauflagefläche festzustellen. Die eventuellen
Abweichungen der Pleuelstange sind mittels der Sange
auszugleichen. Abb. 44  Abb.
45
zurück
Kontrolle des Kolbens und der Ringe
Die Kolbenringe sind nach dem Ausbau
gründlich zu waschen und vom Karbon zu reinigen. Nach
dem Aufsetzen der Ringe in den Zylinder sind diese mit
der Führerlehre nachzukontrollieren. Die Spalte darf
nicht größer als 0,15 bis 0,20 mm sein. Falls die
Spalte größer ist, sind die Ringe auszutauschen
(Abb. 46). Außerdem ist die Dichtigkeit der Ringe auf
den Kolbennutoberflächen nachzukontrollieren. Falls
die Anzeichen des Darrunterblasens erscheinen, sind
die Ringe vorsichtig an der ebenen Fläche mit dem
feinen Schleifpapier und dann diese in den Nuten mit
der Hilfe der feinen Schleifpaste einzuschleifen. Die
Ringe dürfen nicht in den Nuten dicht sein, sie
müssen Luft von 0,05-0,07 mm haben (Abb. 47). Die
Dichtungsringe und deren richtige Lagerung garantieren
uns eine gute Leistung des Motors und deshalb ist es
notwendig diesen die erforderliche Aufmerksamkeit zu
widmen. Falls man den alten Kolben verwendet, sind die
Nuten gründlich mit der Hilfe des alten gebrochenen
Ringes zu reinigen.
Abb. 46  Abb.
47
zurück
Einbau des Kolbens
Vor dem Einbau des Kolbenbolzens ist der Kolben auf
ca. 80° zu erhitzen. Mittels des Werkzeuges N7 wird
der Kolbenbolzen in den Kolben hineingedrückt und mit
der Sicherung sichergestellt (Abb. 46). Falls man die
Buchse des Kolbenbolzens in der Pleuelstange
austauscht, ist dies nach dem Einpressen auf o 16
+0,027 / +0,016 nachzudrehen.
Falls man den stärkeren Kolbenbolzen 0 16,1
verwendet, wird die Buchse auf 0 16,1 +0,027 / +0,016
nachgedreht.
Tabelle der Sortierung der Kolben

Tabelle der Sortierung der Zylinder

Abb. 46 
zurück
Einbau des Zylinders
Auf den Kolben werden die Kolbenringe
aufgesteckt (Abb. 51) und mittels Vorrichtung N61
(Abb. 52) zusammengedrückt. Auf den Kasten wird die
Dichtung aufgesteckt, welche mit dem Öl beschmiert
wird. Gleichzeitig wird auch der Zylinder angeschmiert
und auf den Kolben aufgesteckt. Die Kopfauflagefläche
wird auch eingeölt und mit vier Schrauben
angeschraubt.
Abb. 51 
Abb. 52 
zurück
Einstellung der Vorzündung
Es werden die Arme des Unterbrechers nachgeprüft,
ob sie auf die ganze Oberfläche aufliegen. Es wird
der Abstand der Unterbrecherkontakte auf 0,4 mm durch
das Drehen des festen Kontakts "b" (Abb. 48)
eingestellt. Die Vorzündung soll 3,3-3,6 mm vor der
oberen Totpunktlage sein. Sie wird mittels Messuhr,
Tiefenlehre oder direkt mit dem Vorzündmesser N 29
eingestellt. Um die Vorzündung 3,3-3,6 zu erreichen,
muss der Vorzündmesser den Wert 3,9-4,3 mm angeben,
weil es bei der schrägen Lagerung des Messers zur
Verzerrung des Messergebnisses kommt und bei der
Einstellung von 3,3-3,6 mm man die kleinere
Vorzündung (Abb. 48) hätte. Der Anfang der Zündung
wird mittels der Kontrollglühbirne kontrolliert,
deren ein Ende an den beweglichen Kontakt und das
andere an den Rahmen abgestützt werden. Beim Drehen
des Rotors nach links leuchtet die Glühbirne auf, was
den Anfang der Öffnung der Kontakte signalisiert.
Seit diesem Augenblick wird die Anzahl der Teile auf
dem Messgerät abgelesen.
Falls die Vorzündung klein ist, dreht man die
Grundplatte "a" nach rechts in der
Pfeilrichtung "a1" und umgekehrt wird die
Vorzündung durch das Drehen der Grundplatte in der
Richtung "a2" (Abb. 48) nach links
verringert. Nach der Einstellung der Vorzündung wird
der Abstand der Arme des Unterbrechers von neuem
nachgeprüft. Im Falle des unrichtigen Abstandes der Arme
des Unterbrechers wird der ganze Vorgang wiederholt.
Um eine gute und verlässliche Funktion der
Zündung zu erzielen, werden auch die mäßig
beschädigten Teile durch neue ersetzt.
Abb. 48 
zurück
Einstellung des Vergasers 2929 S11 (Abb.
49)
- Zur Zeit des Einfahrens ist die Nadel des
Schiebers am 4. Einschnitt von oben, nach dem
Einfahren am 2. Einschnitt von oben.
- Die Lüftungsschraube (12) ist um 1/4 bis 1/2
Umdrehung zu lösen.
- Der Freilauf ist mittels der Schraube des
Vergaserschiebers einzustellen (17).
- Die Luft des Bowdenzuges ist mittels der
Begrenzungsschraube (9) auf dem Deckel des
Schieberkastens zu begrenzen.
Ansetzen der Düsen :
Die Hauptdüse (15) 92, die Freilaufdüse (11) 40,
die Startvergaserdüse (28) 88.
Bei der Reinigung der Düsen werden keinesfalls
scharfe und harte Gegenstände verwendet. Die Düsen
werden mit der Pressluft gereinigt. Der Einbau des
Vergasers wird laut der Abb. 49 durchgeführt.
Abb. 49 
zurück
Auspufftopf
Der Auspufftopf wird immer nach
Zurücklegung von 5000 km gereinigt. Der Einsatz wird
durch das Ausbrennen dekarbonisiert und mit der
Stahlbürste gereinigt. Der Auspufftopfkörper und die
verchromten Teile werden mit dem Petroleum oder
Trichlorethylen gereinigt.
zurück
ELEKTRISCHE INSTALLATION
Batterien
Verwendet werden zwei Kraftfahrzeugstartbatterien 6
V 12 Ah Typ 3MS12 in Reihe geschaltet. Diese halten
große Stoßströme beim Anlassen des Motors (bis 100
A) aus.
Bei der ersten Füllung der Batterien verwendet man
den Elektrolyt der spezifischen Dichte 1,250 ungef. 2
Liter für beide Batterien. Man ladet laut den
Vorschriften für die erste Ladung mit dem Strom ca.
0,7 A während der Zeit von 50 Stunden (siehe
Bedienungsanleitung). Der Spiegel des Elektrolyts in
den Batterien soll ungefähr 15 mm über dem oberen
Rand der Platten sein. Die Dichte des Elektrolyts in
den Batterien soll 1, 250 (32°Be) sein. Falls die
Dichte nicht die vorgeschriebene Norm hat, wird in die
Batterien das destillierte Wasser oder das Elektrolyt
nachgegossen. Die Batterien werden regelmäßig
monatlich in Stand gesetzt. Bei der längeren Lagerung
müssen die Batterien im trockenen Raum gelagert
werden. Wenigstens jede 3 Monate werden sie auf den
vollen Wert ent- und aufgeladen.
Es ist notwendig den Batterien besonders bei der
ersten Ladung die Sonderaufmerksamkeit zu widmen. Die
Nichteinhaltung des Vorganges bei der ersten Ladung
hat die Vernichtung der Batterien zur Folge.
Anmerkung:
Diese Reparaturanleitung ist
aus den 60er Jahren und somit sind diese
Wartungsvorschriften für die Batterien überholt und
veraltet. Zur Wartung der Batterien sind die aktuellen
Hinweise der jeweiligen Hersteller zu beachten.
Ich persönlich setze zwei
Batterien der Größe 6V 11 Ah bei meinem Tatran ein
und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die
Batterien kann man z.B. günstig über eBay
beziehen.
zurück
Einstellung des Regulators
Typ PAL 02-9421.02 (Abb. 53)
Bevor man zur Reparatur oder zur Kontrolle des
Regulators kommt, überprüft man bei einer Störung
des Ladekreises in der ersten Linie sämtliche
Faktoren (Gleichstrommaschine, Leiter,
Leiterkontakten, Batterien usw.). Es wird auch die
mechanische Einstellung des Regulators (Abb. 54, 55)
nachgeprüft.
I. B e i m g e s c h l o s s e n e n
A n k e r
a) Die Spalte zwischen den Ankern und der Stirn der
Spule beträgt 0,18 bis 0,25 mm. Die Spalte ist durch
den Anschlagniet in dem Anker gegeben.
b) Die Spalte zwischen dem Anker und dem Körper
ist 0,18-0,25 mm.
c) Die Feder mit dem Kontakt der 2. Stufe muss
mindestens auf 0,2 mm abgefedert sein. Es wird durch
das Durchbiegen des Halters eingestellt.
II. B e i d e r o f f e n e n
L a g e d e s A n k e r s
a) Die Spalte zwischen dem Anker und der Stirn der
Spule ist 2,4 mm (am Rand des Ankers gemessen).
Im Bedarfsfall wird sie durch das Durchbiegen des
Ankeranschlages eingestellt.
b) Die Spalte zwischen dem Kontakt des Schalters
ist 0,25-0,35 mm. Nach der Einstellung der Spalte
zwischen der Spule und dem Anker wird der Wert
0,25-0,35 mm durch die Verschiebung des Halters des
Schaltkontaktes (nach der Lockerung der Mutter), bzw.
durch das Abfeilen der Halternase des Schaltkontaktes
eingestellt.
c) Zwischen dem Kontakt auf der Regulierfeder und
dem Kontakt der II. Stufe ist die Spalte von 0,18-0,25
mm. Sie wird durch das Verschieben des Federhalters
mit dem Kontakt der 2. Stufe eingestellt.
d) Der Hub des Ankers seit der Einschaltung des
Schaltkontaktes bis zum Anfang der Regelung auf dem 1.
Umkreis muss 0,2 mm betragen. Es wird mit der
Fühlerlehre zwischen der Nase des Halters des
Schaltkontaktes und dem am Anschlag der Stellschraube
abgestützten Anker gemessen.
Die Drücke der Federn
a) Der Druck der Feder der Schalter bei den
eingeschalteten Kontakten 300 +/- 20 gr kann durch das
Durchbiegen der Feder geregelt werden.
b) Der Druck auf den Kontakten der 1. Stufe in der
Ruhelage des Ankers beträgt 150-200 gr. Es ist
möglich eine Regulation durch das Einsetzen der
Unterlegescheibe unter die Mutter auf der Feder.
c) Der Druck auf dem federnden Halter des Kontaktes
der II. Stufe beträgt 210 +/- 30 gr in der Ruhelage
des Ankers.
Die mechanische Einrichtung ist anspruchsvoll und
erfordert beträchtliche Erfahrungen. Der Regulator
ist sorgfältig mechanisch im Herstellwerk
eingestellt. Insofern keine groben und nicht
fachgemäße Eingriffe durchgeführt worden sind,
genügt seine elektrische Einstellung.
Abb. 53 
Abb. 54 
Abb. 55 
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Kontrolle des Regulators im Fahrzeug (Abb.
54, 55, 56)
Die Einstellungen sind in den meisten
Fällen direkt auf dem Fahrzeug ohne Demontieren des
Regulators von der Maschine möglich. Von der Klemme
51 wird der Leiter abgeschaltet und auf diese wird der
Voltemeter angeschlossen. Der positive Pol des
Voltemeters ist auf den Rahmen anzuschließen. Das
Zuleitungskabel der Batterie von der Klemme des
Regulators wird abgeschaltet und es wird die
Leerlaufspannung gemessen. Der Kontakt sollte sich bei
ungefähr 2200 U/min einschalten. Die Leerlaufspannung
wird bei 6000 U/min auf den Wert 15,7 +/- 0 V
eingestellt. Falls die Spannung größer ist, wird die
Mutter C (Abb. 56) durch das Rechtsdrehen gelockert.
Die Größe der Spannung bei der Einstellung wird
stets kontrolliert. Bei dieser Einstellung direkt am
Roller wird niemals die Schraube B (Abb. 56
Einstellung des Überganges) gedreht. Falls es nicht
möglich ist auf die angeführte Weise den Regulator
einzustellen und keine Möglichkeit diesen auf den
Prüfstand einzustellen besteht, wird der Regulator
ausgewechselt und zwecks der Einstellung in die
Spezialwerkstatt überreicht, welche die
erforderlichen Apparate hat.
Tabelle der Einstellwerte
Bei den im Betrieb durchgeführten
Messungen oder in den Werkstätten, können die im
Bereich +/- 3% von den angeführten Werten
befindlichen Abweichungen festgestellt werden.
Abb. 54
Abb. 55
Abb. 56
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Schutzschaltung der elektrischen Umkreise
(Sicherungen)
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Schaltung

30-
ständige Zuleitung des Stromes 15 - Zündung 50 -
Anlasser 58 - kleines Licht, Parklicht 56 - großes
Licht 54 - Blinkerleuchten , Kontrolllampe der Ladung.
Die oft vorkommenden Mängel der elektrischen
Installation sind abgefallene Kabel oder die nicht
richtigen Kontakte der Anschlüsse. Bei der Reparatur
der elektrischen Installation wird die Prüflampe
verwendet, welche uns die Arbeit erleichtert. Nach der
Reparatur werden sämtliche Schraubverbindungen
nachgezogen (Abb. 58 bis 61). 
Abb. 58-61
Ein kompletter Schaltplan
für den Tatran kann hier
runtergeladen werden. Es handelt sich hierbei um ein
PDF-Dokument. Zum Betrachten der PDF-Dokumente benötigt
ihr den Adobe
Acrobat Reader.
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AUSBAU DES RAHMENS
Der Rahmen wird nur bei Havarie beim
Austausch einiger Teile der Karosserie aus dem Rahmen
und bei der Rahmenreparatur ausgebaut. Beide
Schwinggabeln sind auf den Gummiblöcken gelagert,
welche keine Wartung erfordern, es ist nur darauf Acht
zu geben, dass auf die Gummiblöcke keine Chemikalien
wie Benzin, Öl usw. gelangen, welche sie zerstören
und entwerten würden.
Beim Auspressen des Bolzens der
vorderen Schwinggabel ist es notwendig, den Bolzen bei
den Armen der Schwinggabel zu zerschneiden und die
Reste des Bolzens unter der Presse auszupressen.
Der vordere teleskopische Dämpfer
- Mit dem Teleskopfederpresser sind die Federn des
Dämpfers zentral zusammenzudrücken und nach dem
Entsichern des Splintes der Kronenmutter, ist die
Mutter auszuschrauben. Der Presser ist zu lösen
und die Feder abzunehmen.
- Die Anpressplatte und der Gummiblock sind
abzunehmen.
- Die Verschlussmutter ist auszuschrauben und der
komplette Kolben ist auszuziehen.
Die Undichtigkeit des vorderen Dämpfers wird durch
eine beschädigte Dichtung verursacht, welche
auszutauschen ist. Der vordere Dämpfer wird mit dem Gemisch
von 50% Öl M15 und 50% Naphta (Diesel) ergänzt. Die
Füllmenge des Dämpfers beträgt 95 ccm.
Anmerkung:
Eine detaillierte
Vorgehensweise, zum überarbeiten des vorderen
Stoßdämpfers, wurde bereits im Forum ausführlich
beschrieben. Sollten hierzu auch Fragen auftreten,
können diese in diesem Beitrag diskutiert
werden.
Beitrag im Forum: Link
ins Forum
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Der hintere teleskopische Dämpfer
Die Ergänzung des Öls im hinteren Dämpfer:
a) die Muttern des Gehänges des Dämpfers sind
auszuschrauben und der Dämpfer ist abzunehmen.
b) der Splint des Spannzeuges der Gummimanschette
ist zu lockern und die Manschette ist abzunehmen.
c) Die Mutter ist auszuschrauben und in den Raum
unter die Mutter sind 50 ccm der Dämpferflüssigkeit
einzugießen.
Anmerkung:
Bitte beachtet, dass beim
Tatran verschiedene Ausführungen der hinteren
Dämpfer verbaut wurden.
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VERZEICHNIS DER
SERVICE-WERKZEUGE
Übersicht
| N1 |
Montageständer für den Motor |
| N3 |
Getriebekastenöffner |
| N4 |
Kupplungspresser |
| N6 |
Rotorabzieher (Wurde
bereits nachgebaut - Infos gibt es hier!) |
| N7 |
Kolbenzapfenausstosser (Wurde
bereits nachgebaut - Infos gibt es hier!) |
| N9 |
Kettenradabzieher |
| N11 |
Teleskopfederpresser |
| N16 |
Lagerabzieher des Kurbeltriebes |
| N18 |
Schraubenzieher für den oberen
Lenkstangenkonus |
| N19 |
Hülsenabzieher |
| N20a |
Fixierlamelle |
| N21 |
Fixiereinlage |
| N60 |
Überzughülse |
| N61 |
Kolbenringfassung |
| N24 |
Spurenmessgerät |
| N25 |
Schlüssel zur Montage der
Speichen und Federn |
| N26 |
Unterlagenausrichter |
| N28 |
Lagerauszieher |
| N29 |
Vorzündmesser |
| N30 |
Aufziehhaken |
| N32 |
Schlüssel 41 |
| N33 |
Aufschiebvorrichtung |
| N34 |
Zentriernadel |
| N37 |
Steckschlüssel 9x10 |
| N39 |
Steckschlüssel 14x17 |
| N40 |
Steckschlüssel 19 |
|